Ritsch, 2, 3 - Ritsch 2, 3 - Sensen und Dengeln lernen wie anno dazumal

Wer´s kann, der machst´s. Wer´s nicht kann, sagt es sei viel zu anstrengend. Die Rede ist vom Sensen mit der Handsense. Stimmt, man kommt ins Schwitzen bei 30 Grad. Da weiß man was man geschafft hat. Herrlich. Beim Sensen kommt es auf 3 Dinge an: 

  1. ein scharfer Dengel
  2. die richtige Haltung
  3. die richtig eingestellte Sense

Und dann geht´s los. Fingerbreite um Fingerbreite wird die Wiese abgemäht. Im Naturschutz ist es nicht relevant, ob die Wiese nachher so kurz ist wie ein englischer Rasen oder man die ganze Wiese in einem Rutsch durchgemäht hat. Im Gegenteil. Die Kleinstlebewesen brauchen ein wenige "Ducheinander". Auch haben sie beim Mähen mit der Hand Zeit genug der scharfen Klinge zu entkommen und im Noch nicht gemähten Teil Unterschlupf zu finden. Und nicht selten begegnet man beim Sensen einer Ringelnatter. Im Schwad, der dann die nächsten 3 Tage hinweg täglich gewendet wird, können Käfer und Co in aller Ruhe herauskrabbeln, ohne im motorisierten Häckselmesser einen schnellen Tod zu sterben. Und ja, Sensen ist anstrengend, aber es ist auch unheimlich meditativ und erdend, weil eben kein dröhnender Motor läuft, sondern man jedes Tier wahrnimmt und wahrnehmen darf. Und ja, man kommt ins Schwitzen. Ist das nicht herrlich? Lust das Sensen mal auszuprobieren?  Klar kann auch Opas alte Sensen mitgebracht werden. Wir gucken mal, ob wir die wieder dengeln können. :)